Gerade in der Grundstücks- und Gartengestaltung, doch auch im Straßen- und Wegebau ist Pflaster nach wie vor beliebt. Der Bodenbelag ist optisch ansprechend, sehr robust und außerdem bruch- und frostbeständig. Je nach Ausführung ist Pflaster auch versickerungsfähig, was die Entwässerung erleichtert. Bei Pflasterarbeiten gibt es jedoch viel zu beachten, von der Beschaffenheit des Untergrunds über die Dichtigkeit bis hin zur anfallenden Belastung. UHRIG klärt auf.

Die Historie der Pflasterarbeit

Pflaster ist der wohl älteste künstliche Bodenbelag der Zivilisation. Funde von Resten von gepflasterten Wegen und Plätzen in Mesopotamien lassen darauf schließen, dass schon um 4.000 v. Chr. Pflasterarbeiten zur Befestigung des Untergrunds zum Einsatz kamen. Auch viele weitere antike Hochkulturen wie die Babylonier, die Ägypter, die Römer und die Chinesen erkannten die Vorteile tragfähiger Straßen und Wege, da hierdurch nicht nur bequemer gereist, sondern auch Waren schneller transportiert werden konnten und Truppen sich schneller von A nach B verlegen ließen. Selbst weniger gängiges Gelände – etwa Marschland und Sümpfe – konnten durch in Holzkonstruktionen eingefasstes bzw. aufgelagertes Pflaster begehbar gemacht werden. Folglich entwickelte sich die Pflasterbautechnik in der Antike über die Jahrhunderte rasant weiter.

Zu Beginn des Frühmittelalters geriet sie jedoch wieder in den Hintergrund und nur noch Städte und Plätze in großen Städten wurden gepflastert. Erst durch die Zunahme des Verkehrs im 19. Jahrhundert – bedingt durch die industrielle Revolution – erlangten Pflasterarbeiten wieder zunehmend an Bedeutung. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zudem erste Richtlinien für die sachgemäße Verlegung von Pflaster aufgesetzt, deren Grundprinzipien sogar noch heute gültig und gängige Praxis sind.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlor das Pflaster jedoch wieder an Signifikanz, da motorisierter Verkehr auf ebenere und tragfähigere Straßen und Wege angewiesen war. Deswegen verdrängten die Baustoffe Teer und Asphalt zunehmen das Pflaster. Erst um die 1970er Jahre erlebte es erneut eine Renaissance durch die zunehmende Bedeutung der Stadtdenkmalpflege sowie der Verkehrsberuhigung. Heute werden Pflasterarbeiten überwiegend zur Errichtung optisch attraktiver und dennoch funktionaler Geh- und Fahrwege, zur Landschafts- und zur Gartengestaltung genutzt. In letzterem Fall betrifft dies neben Wegen vor allem Plätze, Einfahrten, Terrassen und Beeteinfassungen.

 

Worauf ist bei Pflasterarbeiten zu achten?

Viele Straßen- und Gartenbauunternehmen bieten in ihrem Produktportfolio Pflasterarbeiten an, denn die fachgerechte, stabile und zeitgleich ästhetische Verlegung erfordert auch heute noch umfassendes Know-how. So muss Pflaster neben Ebenheit und Tragfähigkeit auch eine bestimmte Griffigkeit – also Rutschfestigkeit – aufweisen. Auch die Wasserableitung bei wasserundurchlässigen Pflasterflächen ist ein wichtiges Kriterium. Neben den praktischen Anforderungen steht gerade bei Pflaster die Optik besonders im Vordergrund – dies betrifft unter anderen die Form- und die Farbgebung sowie das Verbundmuster, etwa Reihen-, Diagonal-, Polygon- oder Bogenverbände.

Ausgangspunkt aller Pflasterarbeiten ist die Vorbereitung des Bodens. Schon allein diese kann je nach bestehender Situation unterschiedlich umfangreich sein. Gegebenenfalls reicht eine einfache Bodenverdichtung aus, in anderen Fällen müssen vor den Pflasterarbeiten ein Bodenaushub (eine sogenannte Auskofferung) und der Einsatz einer stabileren Unterfüllung (sogenannter Frostschutz) vorgenommen werden.

Nach der Schaffung der notwendigen Bodenbedingungen kommt es zur eigentlichen Verlegung des Pflasters. Dies betrifft jedoch nicht nur die später begangenen Steine selbst. Zur Stabilisierung und Formgebung müssen zunächst einmal die Randsteine und Einfassungen realisiert werden. Erst dann kann das Verlegen des eigentlichen Pflasters erfolgen. Zur notwendigen Entwässerung ist in vielen Fällen – gerade beim Bau von öffentlichen Pflasterwegen – auch eine Anbindung an die Kanalisation in Form von Entwässerungsrinnen und -mulden sowie Ablaufschächten erforderlich. Nicht zuletzt müssen die Fugen des Pflasters mit Sand, Kies oder Mörtel abgedichtet und die Steine selbst verdichtet werden. Dies kann je nach Größe des Projekts von Hand oder aber mit Baumaschinen wie Rüttelplatten, Walzen oder einem Anbauverdichter erfolgen.

Bei Ihnen stehen in nächster Zeit Projekte im Straßen- und Wegebau, sonstige Tiefbau- oder aber Kanalbauaufgaben an? UHRIG hilft Ihnen gern weiter. Als international anerkanntes Unternehmen in der Tiefbaubranche und Innovator bei der Bau- und Abwassertechnik unterstützen wir Sie tatkräftig und kompetent. So gehören beispielsweise auch Pflasterarbeiten zu unserem Portfolio, denn schließlich müssen im Anschluss an Kanalbauarbeiten die Straßen und Wege wiederhergestellt werden, wenn Kanalisationen neu verlegt oder modernisiert wurden. Melden Sie sich einfach bei uns – entweder telefonisch oder per Mail.

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